Bei mobilen Terminals steht in jedem Datenblatt eine Akkukapazität. Was daraus im Betrieb wird, hängt von Dingen ab, die nicht im Datenblatt stehen.
Was den Akku wirklich leert
Drei Faktoren dominieren. Erstens das Display: Helligkeit und Einschaltdauer sind der größte Verbraucher, besonders bei Geräten mit großem Bildschirm. Zweitens die Funkverbindung: Ein Gerät, das ständig nach schwachem Mobilfunk sucht, verbraucht deutlich mehr als eines mit gutem Empfang. Drittens der Drucker: Jeder gedruckte Beleg kostet spürbar Energie.
Deshalb hält dasselbe Gerät in einem Ladengeschäft mit gutem WLAN einen ganzen Tag und im Außeneinsatz mit schwachem Netz und vielen Belegen deutlich kürzer.
Die richtige Rechnung
Plane nicht mit dem durchschnittlichen Tag, sondern mit dem längsten. Das Vereinsfest, der Markttag, die Silvesterschicht: Genau dann darf das Gerät nicht ausfallen, und genau dann läuft es unter den ungünstigsten Bedingungen.
Eine einfache Faustregel aus der Praxis: Wenn ein Gerät den längsten Tag rechnerisch gerade so schafft, schafft es ihn im zweiten Betriebsjahr nicht mehr. Akkus altern.
Drei Maßnahmen, die immer helfen
Erstens: Ladeschale statt Kabel. Ein Gerät, das zwischendurch abgelegt wird, lädt nebenbei. Ein Kabel, das erst gesucht werden muss, wird nicht benutzt.
Zweitens: Powerbank für den Außeneinsatz. Kostet wenig, wiegt wenig, löst das Problem vollständig.
Drittens: Displayhelligkeit auf ein vernünftiges Maß. Volle Helligkeit ist draußen sinnvoll und drinnen Verschwendung.
Wann Akku gar keine Rolle spielt
Bei stationären Geräten am Kabel und bei fest verbauten PIN-Pads stellt sich die Frage nicht. Wer den Kassenplatz nie verlässt, sollte deshalb auch nicht wegen der Mobilität ein Akkugerät wählen. Ein Gerät am Strom fällt nie wegen leerem Akku aus.
