Die Bäckerei ist der Musterfall für Kleinbetragszahlungen. Wer hier die Tarifstruktur falsch wählt, zahlt spürbar drauf, und wer die Kartenzahlung ganz weglässt, verliert Kundschaft an den Nachbarn.
Der Tarif entscheidet
Bei einem Bon von drei Euro macht ein fester Centbetrag pro Zahlung den größten Teil der Kosten aus. Ein Tarif ohne diesen Centbetrag ist hier fast immer die richtige Wahl, auch wenn seine Prozentzahl höher aussieht.
Bei 300 Kleinzahlungen am Tag ist der Unterschied zwischen den beiden Strukturen keine Nebensache mehr. Rechne es einmal mit deinen Zahlen durch, bevor du dich entscheidest.
Tempo an der Kasse
In der Frühstücksschlange zählt jede Sekunde. Kontaktloses Bezahlen ist bei kleinen Beträgen in der Regel schneller als Wechselgeld herausgeben, weil meistens keine PIN nötig ist.
Damit das aufgeht, muss das Lesefeld für die Kundschaft gut erreichbar sein. Ein Terminal, das hinter der Theke steht und über die Vitrine gereicht werden muss, macht den Vorteil zunichte.
Kein Mindestbetrag
Das Schild „Karte ab 5 Euro“ ist in der Bäckerei besonders kontraproduktiv. Es trifft genau die Stammkundschaft, die täglich für kleines Geld kommt, und schickt sie mit schlechtem Gefühl nach Hause.
Die Rechnung dazu steht im Beitrag über Mindestbeträge. Kurzfassung: Man verzichtet auf mehrere Euro Umsatz, um wenige Cent zu sparen.
Mehrere Filialen
Wer mehrere Verkaufsstellen betreibt, sollte die Ausstattung gemeinsam planen statt filialweise zusammenzustückeln. Gleiche Geräte bedeuten gleiche Bedienung, und das zahlt sich aus, wenn Personal zwischen den Filialen wechselt.
Auch die Abrechnung wird übersichtlicher, wenn alles über einen Vertrag und einen Ansprechpartner läuft.
Der Verkaufswagen
Viele Bäckereien beliefern Märkte oder fahren feste Routen. Dafür braucht es ein Gerät mit eigener Mobilfunkanbindung und einen Akku, der den ganzen Vormittag trägt. Eine Powerbank im Wagen kostet wenig und löst das Thema endgültig.
