Die Eisdiele vereint zwei Herausforderungen: den kleinsten Durchschnittsbon im Gastgewerbe und die längste Schlange an den umsatzstärksten Tagen.
Der kleine Bon
Zwei Kugeln sind ein niedriger einstelliger Betrag. Bei dieser Größenordnung dominiert ein fester Centbetrag pro Zahlung die Kosten.
Ein Tarif ohne Centbetrag ist hier fast immer die richtige Wahl. Bei mehreren hundert Zahlungen an einem heißen Nachmittag ist der Unterschied deutlich.
Die Schlange
An einem Sommersonntag entscheidet die Kassengeschwindigkeit über den Umsatz. Kontaktlos ist bei diesen Beträgen schneller als Wechselgeld, weil in der Regel keine PIN verlangt wird.
Damit das aufgeht, muss das Lesefeld für die Kundschaft gut erreichbar sein. Ein Gerät hinter der Theke, das über die Vitrine gereicht wird, macht den Vorteil zunichte.
Bei zwei Ausgabestellen braucht es zwei Geräte. Eines, das hin und her wandert, hält beide auf.
Die Saison
Viele Eisdielen schließen im Winter. Geräte, die monatelang stillstehen, sollten zwei Wochen vor der Wiedereröffnung einmal hochgefahren, aktualisiert und getestet werden.
Für die Tarifentscheidung zählt die gesamte Saison, nicht der beste Monat.
Der Außenbereich
Wenn draußen am Tisch bedient wird, kommt ein mobiles Gerät dazu. Wichtig sind dann Netzabdeckung im Außenbereich und Ablesbarkeit des Displays bei Sonne.
Ein Platz im Schatten für den Kassenvorgang ist mehr wert als jede technische Lösung.
Trinkgeld
Im Café mit Bedienung üblich, an der Eistheke weniger. Wenn die Trinkgeldfunktion genutzt wird, sollten die Vorschläge dezent bleiben, gerade bei kleinen Beträgen. Ein Vorschlag über zwanzig Prozent auf drei Euro wirkt unangemessen.
Kein Mindestbetrag
In der Eisdiele ist er besonders kontraproduktiv, weil praktisch jeder Verkauf darunterliegt. Wer ihn streicht, verkauft mehr.
