Laden & Kundschaft

Das Google-Unternehmensprofil pflegen: was wirklich zählt

Öffnungszeiten, Kategorie, Fotos und Fragen: was im Google-Profil wirklich zählt, warum andere deine Angaben ändern können und was du regelmäßig prüfst.

Startup Office. CC0, über stocksnap.

Für viele kleine Betriebe ist das Profil bei Google die meistbesuchte Seite überhaupt, oft mit mehr Aufrufen als die eigene Website. Dort entscheidet sich, ob jemand anruft, losfährt oder weitersucht. Das Profil zeigt Angaben, die du pflegen kannst, aber nicht musst, und genau deshalb steht darin so oft etwas Falsches.

Die Öffnungszeiten sind das teuerste Feld

Falsche Öffnungszeiten sind der einzige Fehler im Profil, der einen Menschen umsonst vor deine Tür stellt. Von dort zur schlechten Bewertung ist es kurz, und diese Bewertung ist berechtigt.

Pflege deshalb nicht nur die Regelzeiten, sondern die Sonderzeiten: Feiertage, Betriebsferien, der Nachmittag, an dem du wegen einer Veranstaltung früher schließt. Vor Feiertagen fragt Google aktiv nach. Bestätige die Angabe, statt die Erinnerung wegzuklicken, denn ohne Bestätigung blendet das Profil einen Hinweis ein, dass die Zeiten unsicher sein könnten.

Name, Kategorie und Anschrift steuern, wo du auftauchst

Die Hauptkategorie ist die wichtigste Stellschraube im ganzen Profil. Sie entscheidet, bei welchen Suchen du überhaupt in Betracht kommst. Wähle sie so, wie deine Kundschaft sucht, nicht so, wie dein Gewerbe im Register beschrieben ist, und ergänze Nebenkategorien für die weiteren Leistungen. Die Auswahl ist vorgegeben; es gibt nicht für jedes Angebot eine passende Kategorie, und dann nimmt man die nächstliegende.

Der Name ist der echte Name des Betriebs. Ort oder Leistung hineinzuschreiben, verstößt gegen die Richtlinien und kann bis zur Sperrung führen. Wer keine Ladenanschrift hat, sondern zur Kundschaft fährt, trägt ein Einzugsgebiet ein statt einer Adresse, die niemand besuchen kann.

Fotos: Eingang, Innenraum, Ware

Das nützlichste Foto ist das langweiligste: der Eingang, von der Straße aus aufgenommen, so wie ihn jemand sieht, der dich zum ersten Mal sucht. Danach kommen Innenraum, Werkstatt oder Ware, dann Menschen bei der Arbeit.

Was nicht hilft, sind Bilder aus Bilddatenbanken, das Logo in mehreren Größen und Aufnahmen, die den Laden vor dem Umbau zeigen. Tausche die Fotos aus, wenn sich etwas verändert. Ein Profil mit veralteten Bildern wirkt wie ein Betrieb, den es vielleicht nicht mehr gibt.

Die Fragen im Profil beantwortest du selbst

In der Rubrik mit den Fragen darf jeder antworten, auch Leute, die nie bei dir waren. Unbeantwortete Fragen bleiben stehen und werden gelesen. Du darfst dort selbst Fragen einstellen und beantworten, und genau das lohnt sich für die Punkte, die täglich am Telefon gefragt werden: Parken, Zugang mit Rollstuhl oder Kinderwagen, Reservierung, Zahlungsarten.

Wenn du Kartenzahlung anbietest, trage sie in den Angaben ein. Die Frage, ob mit Karte gezahlt werden kann, wird oft gestellt, und wenn du sie nicht beantwortest, beantwortet sie jemand anders oder gar niemand.

Andere dürfen deine Angaben ändern

Nutzer können Änderungen vorschlagen, und Google übernimmt Angaben auch aus anderen Quellen. So wandern alte Telefonnummern, veränderte Kategorien oder der Vermerk dauerhaft geschlossen in ein Profil, ohne dass jemand aus dem Betrieb etwas getan hätte. Schau deshalb in die Benachrichtigungen und prüfe die Kerndaten in einem festen Turnus.

Zweiter Punkt: Einträge entstehen manchmal von selbst, ohne dass sie jemand angelegt hat. Findest du deinen Betrieb dort, ohne Zugriff zu haben, fordere die Inhaberschaft an. Solange dir das Profil nicht gehört, pflegt es niemand, und korrigieren kannst du auch nichts.

Was du regelmäßig kontrollierst

Eine kurze Runde reicht: Öffnungszeiten und Sonderzeiten, Telefonnummer und Adresse der Website, neue Fragen, neu hochgeladene Fotos von Nutzern, die du melden kannst, wenn sie nicht zu deinem Betrieb gehören.

Sieh dir zusätzlich die Auswertung an: wie viele Leute anrufen, die Route abrufen oder auf die Website klicken. Diese Zahlen sagen mehr über deine Sichtbarkeit als jede Statistik der eigenen Website, weil sie den Moment abbilden, in dem sich jemand entscheidet, zu dir zu fahren.

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