In vielen Betrieben, gerade in kleineren Orten, ist ein Teil der Stammkundschaft älter und zahlt bevorzugt bar. Das ist völlig in Ordnung, und es lohnt sich trotzdem, den Kartenweg leicht zu machen.
Woran es meistens liegt
Selten an der Technik. Häufiger an der Sorge, etwas falsch zu machen, während andere warten. Das Gefühl, an der Kasse aufzuhalten, ist der stärkste Grund, beim Gewohnten zu bleiben.
Was tatsächlich hilft
Zeit. Nicht drängen, nicht die Karte aus der Hand nehmen, nicht mitzählen. Wer einmal in Ruhe bezahlt hat, macht es beim nächsten Mal selbstverständlich.
Klar ansagen, was passiert: „Ich mache 12 Euro 40, Sie können die Karte einfach auflegen.“ Das nimmt die Unsicherheit, ob man einführen, auflegen oder etwas drücken muss.
Und das Gerät so hinhalten, dass die Person es gut sieht und erreicht, statt es über den Tresen zu schieben.
Was nicht hilft
Erklären, warum Karte besser ist. Wer bar zahlen möchte, hat dafür Gründe, und ein Vortrag an der Kasse ändert daran nichts, außer dass es unangenehm wird.
Ebenso wenig hilft es, bei der PIN-Eingabe helfen zu wollen. Das ist gut gemeint und genau das Gegenteil von sicher.
Der Punkt, der oft überrascht
Kontaktloses Bezahlen ist für viele ältere Menschen die einfachste Variante überhaupt: auflegen, warten, fertig. Keine Karte einschieben, keine Zahlen tippen, kein Wechselgeld nachzählen.
Wer das einmal so erklärt bekommt, wechselt oft von selbst.
Bar bleibt
Nichts davon bedeutet, Bargeld abzuschaffen. Die meisten Betriebe fahren zweigleisig, und das ist richtig so. Es geht darum, beide Wege gleich angenehm zu machen.
Ein Betrieb, der beides selbstverständlich anbietet, verliert niemanden.
