Ein Kassenplatz, der für alle funktioniert, ist keine Sonderausstattung. Meistens geht es um Höhe, Erreichbarkeit und ein bisschen Aufmerksamkeit.
Die Höhe
Ein Terminal auf einem hohen Tresen ist für Menschen im Rollstuhl nicht bedienbar. Ein Gerät, das sich herausnehmen und herunterreichen lässt, löst das sofort.
Das ist einer der Fälle, in denen ein mobiles Gerät auch am festen Kassenplatz Vorteile hat: Es geht dorthin, wo die Kundschaft ist.
Die Tastatur
Für Menschen mit Sehbeeinträchtigung ist die taktile Markierung auf der Fünf entscheidend, weil sie die Orientierung auf dem Ziffernfeld gibt. Bei Geräten mit reinem Touchscreen gibt es dafür eigene Bedienhilfen.
Wenn du regelmäßig Kundschaft mit Sehbeeinträchtigung hast, ist das ein Punkt, den wir bei der Geräteauswahl berücksichtigen. Sag es beim ersten Gespräch.
Die Ansage
Der Betrag sollte laut genannt werden, nicht nur auf dem Display stehen. Das hilft nicht nur Menschen mit Sehbeeinträchtigung, sondern beugt allgemein Missverständnissen vor.
Die PIN-Eingabe
Hier ist Zurückhaltung wichtig. Personal sollte nicht helfen wollen und nicht hinschauen. Wenn jemand Unterstützung braucht, entscheidet die Person selbst, wen sie darum bittet.
Mehr Zeit zu geben ist das Wichtigste. Ein Terminal, das nach wenigen Sekunden abbricht, setzt unnötig unter Druck. Wenn die Zeit zu knapp bemessen ist, lässt sich das bei manchen Geräten anpassen.
Das Licht
Ein Display im Gegenlicht ist für alle schlecht lesbar und für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen unbrauchbar. Die Aufstellung ist hier wirksamer als jede Geräteeinstellung.
Was das für den Betrieb bringt
Ältere Kundschaft profitiert von denselben Maßnahmen. Und ein Kassenplatz, der ohne Hektik funktioniert, ist für alle angenehmer, auch für das Personal.
