Auf den Datenblättern moderner Terminals steht immer häufiger Android. Das klingt nach Möglichkeiten, und ein Teil davon ist real.
Was Android tatsächlich bringt
Erstens die Bedienung. Ein Android-Terminal fühlt sich an wie ein Smartphone: Touchscreen, Wischen, vertraute Menüs. Für Personal, das noch nie ein Kartenterminal bedient hat, ist die Einarbeitung kürzer.
Zweitens die Erweiterbarkeit. Über den CCVStore lassen sich Apps nachinstallieren, etwa für Zusatzfunktionen am Kassenplatz. Bei uns gilt das unter anderem für A77, A960 und A35.
Drittens das Display. Android-Geräte haben in der Regel größere und höher auflösende Bildschirme, was bei Trinkgeldabfragen oder Auswahlmenüs hilft.
Wo der Nutzen überschätzt wird
Ein Android-Terminal ist kein Tablet. Es ist ein Zahlungsgerät mit abgesichertem Betriebssystem, und es lässt sich nicht beliebig mit Apps bestücken. Was installiert werden kann, ist geprüft und freigegeben.
Das ist auch richtig so. Ein Gerät, das Kartendaten verarbeitet, sollte nicht dieselbe Offenheit haben wie ein Privattelefon.
Wo Android nicht die bessere Wahl ist
Bei sehr hohem Durchsatz zählt Robustheit und Geschwindigkeit mehr als Funktionsvielfalt. Das Ingenico Lane 5000 setzt deshalb bewusst auf bewährte Retail-Technik statt auf Android. Für die Kasse im Supermarkt ist das kein Rückschritt, sondern eine Auslegungsentscheidung.
Dasselbe gilt für das CCV Pad Next, das ohne Android-Unterbau auskommt und dafür schlank baut.
Die praktische Frage
Brauchst du Apps auf dem Terminal? In den allermeisten Betrieben lautet die Antwort Nein, und dann ist Android ein angenehmes Bedienkonzept, kein Kaufgrund.
Wenn du dagegen konkrete Zusatzfunktionen am Gerät planst, gehört das ins Gespräch, weil es die Geräteauswahl beeinflusst.
Was für alle Geräte gilt
Unabhängig vom Betriebssystem: kontaktlos, Chip und PIN, Apple Pay und Google Pay beherrschen alle aktuellen Geräte. Der Unterschied liegt in Bauform, Drucker, Anbindung und Robustheit, nicht in den Zahlarten.
