Ferienwohnungen werden zunehmend ohne persönliche Übergabe vermietet. Damit fällt der Moment weg, in dem man klassischerweise kassiert hätte.
Der einfachste Weg: Zahlungslink
Ein Link mit dem Betrag geht per E-Mail oder Nachricht an den Gast. Er bezahlt vom Telefon aus, die Zahlung ist dokumentiert, und niemand muss sich treffen.
Für Anzahlungen vor der Anreise ist das der praktischste Weg. Der Betrag ist da, bevor der Schlüsselcode herausgeht.
Der Onlineweg für Direktbuchungen
Wer eigene Buchungen über die eigene Website annimmt, kann den Online-Checkout nutzen. Damit laufen die gängigen Zahlarten, und der Gast bezahlt im Buchungsvorgang statt per Überweisung.
Das reduziert Ausfälle spürbar. Eine Buchung, die bezahlt ist, wird seltener kurzfristig storniert als eine, bei der nur eine Zusage im Postfach liegt.
Wenn doch vor Ort kassiert wird
Kurtaxe, Endreinigung, Verbrauchskosten: Manche Beträge fallen erst bei der Abreise an. Wer regelmäßig persönlich übergibt, kann dafür ein kleines mobiles Terminal einsetzen.
Ob sich das lohnt, hängt von der Anzahl der Vermietungen ab. Bei wenigen Einheiten reicht der Zahlungslink meistens vollständig.
Gäste aus dem Ausland
Bei internationalen Gästen ist der Kreditkartenanteil hoch, und Karten von außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums werden anders abgerechnet. Das gehört in die Kalkulation, wenn ein nennenswerter Teil der Gäste von weiter her kommt.
Was rechtlich zu klären ist
Für die Abrechnung von Kartenzahlungen ist in der Regel ein angemeldetes Gewerbe oder eine selbstständige beziehungsweise unternehmerische Tätigkeit nötig. Ob das bei einer gelegentlichen Vermietung vorliegt und wie sie steuerlich einzuordnen ist, klärst du mit deiner Steuerberatung.
Das ist kein Formalismus, sondern der Punkt, an dem wir gemeinsam prüfen, ob und wie sich das sauber aufsetzen lässt.
