Im Handwerk ist die Kartenzahlung selten eine Frage der Bequemlichkeit. Sie ist eine Frage des Geldeingangs.
Bezahlt ist bezahlt
Wer nach getaner Arbeit eine Rechnung schreibt, wartet. Auf die Zahlung, dann auf die Erinnerung, dann auf die Mahnung. Jeder dieser Schritte kostet Verwaltungszeit, und ein Teil der Beträge kommt erst spät oder gar nicht.
Wer direkt beim Kunden kassiert, hat das Thema erledigt, bevor das Fahrzeug wieder anspringt. Das ist der Punkt, an dem sich ein mobiles Terminal im Handwerk rechnet, unabhängig von der Gebühr.
Was das Gerät können muss
Erstens eine eigene Mobilfunkanbindung. Im fremden Haus gibt es kein WLAN, das man nutzen könnte, und niemand möchte nach dem Gäste-Passwort fragen.
Zweitens einen Akku, der einen ganzen Arbeitstag trägt. Wer morgens losfährt und abends zurückkommt, kann zwischendurch nicht laden.
Drittens, je nach Arbeitsweise, einen Bondrucker. Wenn der Kunde einen Beleg in die Hand bekommen soll, ist das praktischer als eine E-Mail, die später kommt.
Robustheit
Ein Gerät, das im Werkzeugkoffer mitfährt, wird nicht wie ein Bürogerät behandelt. Eine Schutzhülle kostet wenig und verlängert die Lebensdauer erheblich. Ein fester Platz im Fahrzeug ist besser als der Beifahrersitz.
Höhere Beträge
Handwerksrechnungen sind oft dreistellig oder höher. Das bedeutet zweierlei: Der feste Centbetrag pro Zahlung ist unwichtig, und das Kartenlimit der Kundschaft wird relevant.
Sprich größere Beträge vorher an. Ein Satz bei der Terminvereinbarung genügt, damit niemand vor dem Terminal überrascht wird.
Anzahlungen und Teilzahlungen
Bei größeren Aufträgen sind Anzahlungen üblich. Per Karte oder Zahlungslink sind sie sofort erledigt, ohne dass jemand einer Überweisung nachlaufen muss.
Zahlungslinks eignen sich auch für den Fall, dass der Kunde bei der Übergabe nicht anwesend ist: Der Link geht per Nachricht raus, bezahlt wird vom Telefon.
Mehrere Monteure
Wer mit mehreren Fahrzeugen unterwegs ist, braucht mehrere Geräte. Die Zuordnung der Zahlungen zu Monteur und Auftrag sollte dabei von Anfang an geregelt sein, sonst wird der Monatsabschluss zur Suchaufgabe.
