Eine Kartenzahlung, von der niemand weiß, findet nicht statt. Menschen entscheiden vor dem Betreten, ob sie hineingehen, und bei kleineren Beträgen entscheiden sie an der Kasse, wie viel sie kaufen.
Der Aufkleber am Eingang
Das ist die wirksamste Maßnahme und die billigste. Wer draußen sieht, dass Karten akzeptiert werden, geht hinein, auch ohne Bargeld in der Tasche.
Besonders relevant ist das für Betriebe, bei denen man es nicht erwartet: kleine Läden, Marktstände, Hofläden, Imbisse. Dort ist der Hinweis eine echte Information und keine Selbstverständlichkeit.
An der Kasse
Ein zweiter Hinweis am Kassenplatz beantwortet die Frage, bevor sie gestellt wird. Das spart Zeit im Ablauf und beugt der unangenehmen Situation vor, dass jemand erst beim Bezahlen fragt.
Was nicht dorthin gehört
Ein Mindestbetrag. Wer neben dem Kartenlogo „ab 10 Euro“ schreibt, macht aus einer guten Nachricht eine Einschränkung, und beides bleibt hängen.
Ebenso wenig gehört dorthin der Hinweis auf einen Aufschlag für Kartenzahlung, denn der ist für die gängigen Verbraucherkarten ohnehin nicht zulässig.
Online
Auf der eigenen Website und im Eintrag bei Kartendiensten gehört die Information ebenfalls hin. Viele Menschen prüfen vorab, ob sie mit Karte zahlen können, gerade bei einem Besuch, der etwas kostet.
Wer einen Eintrag bei einem Kartendienst pflegt, kann dort die akzeptierten Zahlungsmittel hinterlegen. Das kostet fünf Minuten und wirkt dauerhaft.
Bei der Einführung
Wenn Kartenzahlung neu dazukommt, lohnt eine kurze Ansage: ein Hinweis an der Tür, ein Satz in den sozialen Netzen, ein Aushang für Stammkundschaft.
Menschen, die jahrelang wussten, dass es hier nur bar geht, haben sich darauf eingestellt. Sie merken es nicht von allein.
Und dann?
Dann funktioniert es unauffällig. Der beste Beleg dafür, dass es sich gelohnt hat, ist der Moment, in dem niemand mehr danach fragt.
