Der Abbruch im Bezahlvorgang ist der teuerste Moment im Onlineshop. Die Kundschaft war entschieden, das Produkt war ausgewählt, und dann bricht es ab.
Grund eins: die erwartete Zahlart fehlt
Der häufigste und einfachste Grund. Wer Kauf auf Rechnung erwartet und nur Vorkasse findet, geht. Wer mit dem Telefon bestellt und keine Wallet-Option sieht, tippt selten eine sechzehnstellige Kartennummer ein.
Die Abhilfe ist naheliegend: die für die eigene Kundschaft üblichen Zahlarten anbieten, nicht die technisch günstigsten.
Grund zwei: unerwartete Kosten
Versandkosten, die erst im letzten Schritt auftauchen, sind ein klassischer Abbruchgrund. Dasselbe gilt für Aufschläge, die vorher nicht sichtbar waren.
Alles, was am Ende dazukommt, sollte vorher erkennbar sein. Das ist nicht nur eine Frage der Abschlussquote, sondern auch der Preisangabenpflichten.
Grund drei: Kontozwang
Der Zwang, ein Kundenkonto anzulegen, kostet Bestellungen. Ein Gastbestellvorgang ist in fast allen Sortimenten die bessere Wahl. Wer ein Konto will, kann es nach dem Kauf anbieten.
Grund vier: zu viele Schritte
Jeder zusätzliche Klick kostet einen Teil der Bestellungen. Adressfelder, die man nicht braucht, Pflichtangaben ohne Zweck, mehrfache Bestätigungen: alles Bremsen.
Eine gute Übung: Bestelle einmal selbst am Telefon in deinem eigenen Shop. Die Stellen, an denen du selbst ungeduldig wirst, sind die, an denen Kundschaft abbricht.
Grund fünf: fehlendes Vertrauen
Ein Bezahlvorgang, der plötzlich anders aussieht als der Shop, verunsichert. Deshalb ist es sinnvoll, dass der Checkout optisch zum Shop passt und die Weiterleitung zur Bank für die Bestätigung erwartbar wirkt.
Ebenfalls hilfreich: Kontaktmöglichkeiten sichtbar lassen. Ein Shop ohne Telefonnummer wirkt anonymer, als er ist.
Grund sechs: die Zahlung schlägt fehl
Manchmal liegt es nicht am Shop, sondern an einer abgelehnten Karte. Wichtig ist dann, dass die Fehlermeldung verständlich ist und ein zweiter Versuch mit einer anderen Zahlart angeboten wird, statt in einer Sackgasse zu enden.
