Grundlagen & Technik

Was zwischen Kartenauflegen und Kontogutschrift passiert

Autorisierung, Clearing, Settlement: die drei Schritte einer Kartenzahlung, verständlich erklärt.

Notepad Notebook. CC0, über stocksnap.

An der Kasse dauert eine Kartenzahlung ein bis zwei Sekunden. Bis das Geld auf deinem Konto liegt, laufen allerdings mehrere getrennte Vorgänge ab. Wer sie kennt, versteht auch, warum manche Fragen an der Kasse gar nicht am Terminal beantwortet werden können.

Schritt eins: Autorisierung

Das Terminal fragt an, ob die Zahlung grundsätzlich möglich ist. Die Anfrage läuft über den Netzbetreiber und das jeweilige Kartensystem bis zur Bank der Kundschaft. Dort wird geprüft: Ist die Karte gültig? Ist Deckung oder Kreditrahmen vorhanden? Gibt es eine Sperre? Passt die Zahlung ins übliche Verhaltensmuster?

Die Antwort kommt binnen Sekunden zurück. Wichtig: In diesem Schritt fließt noch kein Geld. Der Betrag wird auf dem Kundenkonto lediglich reserviert. Deshalb sehen Kunden manchmal eine Vormerkung, die später verschwindet und durch die endgültige Buchung ersetzt wird.

Schritt zwei: Einreichung und Clearing

Die autorisierten Zahlungen eines Tages werden gesammelt und eingereicht. Das passiert üblicherweise beim Tagesabschluss. Anschließend werden die Beträge zwischen den beteiligten Banken verrechnet. Dieser Verrechnungsvorgang heißt Clearing.

Hier liegt ein häufiges Missverständnis: Wer den Tagesabschluss am Terminal vergisst, hat seine Zahlungen zwar autorisiert, aber unter Umständen noch nicht eingereicht. Deshalb gehört der Abschluss zur Tagesroutine.

Schritt drei: Settlement und Auszahlung

Am Ende steht die tatsächliche Geldbewegung. Der lizenzierte Zahlungsdienstleister zieht die Beträge ein und zahlt sie an dich aus. Bei uns sind tägliche Auszahlungen der Standard.

An dieser Stelle ist die Rollenverteilung wichtig: R&B Pay ist kaufmännischer Netzbetreiber, keine Bank und kein Acquirer. Die regulierte Abwicklung, die Abrechnung und die Auszahlung übernimmt ein lizenzierter Zahlungsdienstleister. Wir verwahren kein Kundengeld.

Warum das im Alltag hilft

Wenn ein Kunde sagt, der Betrag sei zweimal abgebucht worden, ist die Ursache oft eine Autorisierung, die noch als Vormerkung steht, plus die tatsächliche Buchung. Das löst sich in der Regel von selbst auf.

Wenn eine Zahlung abgelehnt wird, ist die Entscheidung in Schritt eins gefallen, und zwar bei der Bank der Kundschaft. Weder das Terminal noch wir können daran etwas ändern oder erfahren den Grund. Der richtige Weg ist dann: andere Karte, anderes Zahlungsmittel, oder die Kundschaft klärt es mit ihrer Bank.

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