„Karte dauert länger“ ist ein hartnäckiger Satz. Gemessen stimmt er selten. Was tatsächlich Zeit kostet, hat meistens nichts mit der Zahlung selbst zu tun.
Bremse eins: das Gerät schläft
Ein Terminal, das erst geweckt und entsperrt werden muss, kostet bei jeder Zahlung mehrere Sekunden. Bei hoher Frequenz sollte das Gerät während des Betriebs wach bleiben.
Bremse zwei: der Betrag wird getippt
Ohne Kassenanbindung tippt jemand jeden Betrag von Hand. Das kostet Zeit und produziert gelegentlich einen Zahlendreher, der noch mehr Zeit kostet.
Die Anbindung ist der wirksamste Hebel überhaupt, wenn ein Kassensystem vorhanden ist.
Bremse drei: das Gerät wird gereicht
Wenn das Terminal jedes Mal über den Tresen wandert und zurück, summiert sich das. Ein kundenseitig aufgestelltes Gerät mit erreichbarem Lesefeld spart diesen Weg vollständig.
Bremse vier: die Frage nach dem Beleg
„Brauchen Sie einen Bon?“ ist eine Rückfrage pro Kunde. Wer das anders löst, etwa mit einer festen Regel oder einem digitalen Beleg, spart sie.
Bremse fünf: Unsicherheit im Team
Die größte Bremse ist Personal, das dem Gerät nicht vertraut. Wer bei jeder Zahlung überlegt, welche Taste als Nächstes kommt, ist langsamer als jede Technik.
Dagegen hilft nur Einweisung, und zwar für alle, die kassieren.
Was Kartenzahlung schneller macht als Bargeld
Kein Wechselgeld heraussuchen, kein Nachzählen, keine Frage nach passendem Kleingeld. Bei kleineren Beträgen ohne PIN ist die Kartenzahlung in der Praxis regelmäßig der schnellere Vorgang.
Der Test
Stopp einmal beides: eine Barzahlung mit Wechselgeld und eine kontaktlose Kartenzahlung, jeweils vom Nennen des Betrags bis zum abgeschlossenen Vorgang. Das Ergebnis überrascht die meisten Betriebe.
