Die Abrechnung landet im Ordner, und dort bleibt sie. Dabei enthält sie genau die Werte, die man braucht, um zu beurteilen, ob der eigene Tarif noch passt.
Die drei Zahlen
Erstens der Kartenumsatz. Wie viel wurde im Zeitraum per Karte umgesetzt. Nicht der Gesamtumsatz, nur der Kartenanteil.
Zweitens die Anzahl der Transaktionen. Wie viele einzelne Zahlungen waren das.
Drittens die Aufteilung nach Kartenart. Wie viel davon girocard, wie viel Kreditkarte, wie viel sonstiges. Diese Aufteilung ist der Wert, den die meisten übersehen und der die Tarifentscheidung am stärksten beeinflusst.
Was du daraus rechnest
Kartenumsatz geteilt durch Transaktionen ergibt den Durchschnittsbon. Die Gesamtkosten geteilt durch den Kartenumsatz ergeben deinen tatsächlichen effektiven Satz. Diese eine Prozentzahl ist der einzige ehrliche Vergleichswert zwischen Angeboten.
Sie liegt fast immer höher als die beworbene Zahl im Vertrag. Das ist normal, denn sie enthält alles: Prozentsatz, Centbeträge, Zuschläge für bestimmte Karten und laufende Posten.
Wo es interessant wird
Vergleiche deinen effektiven Satz über mehrere Monate. Steigt er, ohne dass sich am Vertrag etwas geändert hat, hat sich dein Kartenmix verschoben. Meistens Richtung Kreditkarte, oft weil Kundschaft auf Debitkarten von Visa oder Mastercard umgestiegen ist, die technisch wie Kreditkarten abgerechnet werden.
Das ist der Moment, an dem sich ein Blick auf die Tarifwahl lohnt.
Die Positionen, die auffallen sollten
Posten, die du nicht zuordnen kannst, gehören hinterfragt. Das ist keine Unterstellung, sondern normale Sorgfalt. Eine gute Abrechnung erklärt jede Position so, dass sie ohne Rückfrage verständlich ist.
Wenn du bei deiner Abrechnung etwas nicht verstehst, schick sie uns. Wir schauen sie mit dir durch, auch wenn sie von einem anderen Anbieter kommt. Was wir dabei nicht tun: fremde Konditionen bewerten, die wir nicht kennen, oder behaupten, wir wären in jedem Fall günstiger.
Einmal im Jahr reicht
Das muss keine monatliche Übung werden. Einmal im Jahr eine Abrechnung durchrechnen genügt, um zu merken, ob sich etwas grundlegend verschoben hat.
